9. Juli 2017

Berufswahl: Ich bin überfordert? / Traumberufe aus der Kindheit unter der Lupe

Moin. Es gibt Themen, da muss man einfach anfangen, drüber zu sprechen. Und die Berufswahl ist eines davon - finde ich zumindest. Seit Monaten - okay, das ist eigentlich gelogen: eher seit Jahren (!) - beschäftige ich mich nun mit dem Thema. Viele Berufe sind in Frage gekommen, manche sind mir länger durch den Kopf geschwirrt, einige weniger. Heute möchte ich mich ein bisschen darüber auslassen, was diese ganze Berufswahl-Sache eigentlich mit mir macht: Ich fühle mich unter Druck gesetzt.



Ich bin im Juni 17 geworden. Und wenn ich nächsten Sommer, im Sommer 2018, eine Ausbildung beginnen möchte, so sollte ich mich am besten jetzt schon dafür bewerben. Oder wie ich es in meinem Kopf eher aussprechen würde: so sollte ich mich am besten JETZT SCHON dafür bewerben?! Ich meine - ich bin noch jung und kann doch jetzt eigentlich noch gar nicht wissen, was ich in 30 oder 40 Jahren mal machen will, oder?
Sicherlich gibt es Ausnahmen. Kleine Jungs, die schon von klein auf Feuerwehrmann werden wollen, die typischen "Traumjobs" wie Pilot, Arzt und Anwalt, die man damals in die Felder von Freundebüchern geschrieben hat, wo es hieß: "Was willst du mal werden?" 
Wenn wir ehrlich sind, sind doch die wenigsten der damaligen Traumjobs wirklich realisierbar. Ein Medizinstudium ist nicht nur deswegen unerreichbar, weil der Numerus-Clausus teilweise höher als 1,0 ist oder Piloten vor ihrer Ausbildung einen Test absolvieren, den nur die besten der Besten bestehen.

Aber stimmt das wirklich? Ich will den Test machen. In meinem Freundebuch aus der Grundschule haben schließlich nicht umsonst meine Freunde aufgeschrieben, was sie mal werden wollen!
Fangen wir bei mir an. Damals, als ich noch in die dritte Klasse ging, Pferde, Ponys und Delfine meine Lieblingstiere waren und ich am liebsten ein eigenes Pferd gehabt hätte, meine Lieblingsbücher noch die der drei !!! waren, zu dieser Zeit war mein Berufswunsch Lehrerin. Grundschullehrerin versteht sich - dass ich auch ja so wunderbar toll sein könnte wie meine damalige Klassenlehrerin (die war wirklich toll, nur so am Rande :D). Im Kindergarten wollte ich Kindergärtnerin werden, in der Grundschule dann Grundschullehrerin und in der weiterführenden Schule dann alles - aber bloß nichts mit Kindern! Viel zu respektlos sind die Kleinen geworden. Ganz im Ernst: Wenn ich als Elfklässlerin beim Überqueren des Pausenhofs ungefähr fünf Mal fast über den Haufen gerannt werde, mir am besten dann noch Beleidigungen zugerufen werden, weil ich ja im Weg stand, da reicht es mir wirklich. Ich würde mich nicht als ungeduldig bezeichnen und ich habe auch ein Gespür für Kinder, aber manchmal, da frage ich mich wirklich, wer diese Kinder "erzogen" hat. Ich will das auch gar nicht verallgemeinern - sicherlich gibt es noch anständige Kinder, die sieht man ja auch - nur eben seltener. Mittlerweile klammere ich mich an die Hoffnung, dass es irgendwo da draußen noch gute Kinder gibt und dass, falls mein Job irgendwann mal was mit Kindern zu tun hat, ich auf welche stoße, die sich noch dunkel erinnern können, dass Mami und Papi ihnen irgendwann ja auch mal sowas mit auf den Weg gegeben haben ... wie hieß das noch gleich? Ach ja! Werte!
Nun ja, zurück zum Thema. Viele Berufswünsche damals hatten viel mit Tieren zu tun - verständlich, immerhin ist bekannt, dass Kinder von Tieren fasziniert sind. So waren gleich mehrere Mädchen überzeugt, eines Tages Tierpflegerin oder -ärztin zu werden. Ob sie das tatsächlich machen? Ich würde vermuten, dass das nicht der Fall ist. Natürlich sind auch die "typischen" Mädchenberufe dabei (ich mag es nicht, das Ganze zu klassifizieren). So waren Berufswünsche wie Sängerin, Schauspielerin und Topmodel nicht selten (*hust* Da waren sicherlich keine Fernsehsendungen wie GNTM oder DSDS im Spiel *huuuuust*) .
Eine ebenfalls alte Freundin hegte den Wunsch, Reitlehrerin zu werden. Ohne ein Urteil über die Leute zu fällen, die diesen Beruf ausüben, muss ich sagen, dass der Intellekt dieser Freundin zu weitaus mehr bestimmt ist, als Reitlehrin zu sein (Sorry, bin in meinem Leben an zu viele nicht wirklich gebildete Reitlehrer gestoßen, bei denen ich wirklich teils beleidigt worden bin aufgrund von Nagellack. Wie auch immer, andere Geschichte.)  Die besagte Freundin tendiert mittlerweile zu Medizin, genauergesagt Zahnmedizin, was sie allerdings schon relativ früh wusste. Die Jungs tendierten damals zu Berufen wie Feuerwehrmann, Polizist, Fußballer - die Vorbilder, die man schon in der Kindheit bewundert. Mein Bruder (er ist jetzt erst elf, also hat er auch noch unrealistische Vorstellungen von Berufen :D) wollte im Kindergarten immer Baggerfahrer werden. Ist das nicht bewunderswert, dass Kiddies sich einfach nur nach dem richten, was ihnen Spaß macht? Ich finde das wirklich beneidenswert! Wenn wir das auch könnten und uns nicht darum zu sorgen bräuchten, was wir später einmal verdienen würde, dann würde es sicherlich viele geben, die anders wählen würden als es in der Realität tatsächlich aussieht. Unrealistische Wünsche waren weiterhin Geheimagent, Tennisprofi und Fotografin (welch brotlose Kunst). Aber hier kommt mein persönlicher Favorit: Clown im Zirkus. Um ganz ehrlich zu sein, hätte ich das wirklich, wirklich gerne gesehen. Ich hätte es mir zwar nicht vorstellen können, aber: irgendwer da draußen macht es auch, macht es gerne! Doch wie man auf die Idee kommt, würde mich wirklich mal interessieren! Strebt einer von euch das zufällig an? Bitte berichtet mir! 😜  

Fazit: Die Berufe, die wir uns als Kinder zu haben wünschten, könnten wir vielleicht wirklich haben - wenn da das Liebe Geld nicht wäre. Aber davon abgesehen, dass die Wünsche in die Jahre gekommen sind und wir heute sicherlich neue, noch Unrealistischere bieten könnten, wissen wir doch eigentlich alle, das wir lieber darauf vertrauen, irgendwann finanziell abgesichert zu sein, hoffentlich in einem Job, der einigermaßen Spaß macht. 

Wenn wir danach vergütet würden, wieviel Spaß unser Job macht, gäbe es sicherlich wenige, die wirklich reich wären. Aber wenn man schnell mal eben wechseln könnte, glaube ich, dass man innerhalb weniger Tage einen schönen Batzen Geld zusammengespart hätte. Ich würde eine Buchhandlung führen, in denen ich unter anderem Bücher verkaufen würde, die ich selber geschrieben habe, eine Buchhandlung, in der ich anbieten würde, Bücher zu lektorieren und Bücher zu rezensieren. Das wäre was, oder? Aber leider ist das nicht die Realität. 

Die Realität ist, dass wir uns in einem Dschungel von Ausbildungsberufen und Studiengängen einen raussuchen müssen und dann auch einigermaßen daMIT, aber gleichzeitig auch daVON leben müssen. Ich ertappe mich selbst dabei, dass ich in Momenten, in denen es wirklich nicht um Geld gehen sollte, aufs Geld schaue. Als ich mich neulich durchs Internet klickte - auf der Suche nach Ausbildungen mit Zusatzqualifikation Handelsfachwirt/in, wurde ich tausendfach fündig: Und versuchte erstmal, herauszufinden, wo es am meisten Kohle gibt. Abgesehen davon, dass das zum aktuellen Zeitpunkt gar nicht wirklich was für mich wäre (zumindest nicht in den Unternehmen, auf deren Seiten ich teilweise landete), musste ich mit Schrecken feststellen, dass es noch bei der Wahl des Unternehmens erst zuletzt darum gehen sollte, wieviel man verdient. Wenn man ein Unternehmen für seine Ausbildung wählt - vor allem, wenn danach die Chancen einer Übernahme hoch sind, dann sollte man sich doch möglichst für ein Unternehmen beziehungsweise eine Firma entscheiden, die einem persönlich zusagt. So landete ich bei Lidl und Aldi - im Einzelhandel - wobei der Handelsfachwirt mich beispielsweise bei Thalia wesentlich mehr interessiert. Klar ist es interessant zu wissen, was sich im Hintergrund der Verkaufsregale von Einkaufsriesen abspielt, doch will ich mich wirklich auf etwas beschränken, woran ich weniger Spaß habe als bei Thalia? Wenn ich vor Thalia und Aldi stehe, zieht es mich rein interessehalber natürlich zu Thalia - zu Aldi geht man sicherlich auch mal, aber eher, weil man das muss. Es ist Gewohnheit. Ich bin überzeugt, dass es auch Leute geben würde, die ohne zu zögern eher bei Aldi anfangen würden, weil Bücher nun mal so gar nicht deren Welt sind. Und das ist doch auch gut so! Wenn alle bei Thalia arbeiten wollen würden, dann gäbe es nicht nur eine winzige Chance, dass man angenommen wird, sondern Aldi müsste bei dieser Bilanz seine Filiale vielleicht sogar schließen. 
Jeder hat etwas, was er wirklich gut kann. Das kann etwas sein, wovon man schon lange profitiert, aber es kann auch etwas sein, wovon man noch nichtmal ahnt. Wenn man ein Studium beginnt, sollte man schon ein gewisses Interesse dafür mitbringen. Wenn man aber während des Studiums merkt: Das ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe, dann gibt es zwei Wege. Ist es besser, als ich es mir gedacht habe? Bin ICH besser? Oder ist es eher umgekehrt? 
Aber es ist doch wirklich so: Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue. Wenn es bei Thalia nicht klappt, kann ich es immer noch bei Aldi versuchen. Wenn das auch nicht meins ist, versuche ich es eben als Hörgeräteakustiker / Landschaftsgärtner / Zooleiter / Clown. 

Wo auch immer einen das Leben einen hinführt, letzten Endes wird es gut sein. Und wenn es das nicht ist, dann seid ihr einfach noch nicht an dem Ort, wo ihr am besten aufgehoben seid, angekommen. 
Natürlich kann man das leicht sagen. Daran zu glauben und es so umzusetzen, ist eine andere Sache. Und ich weiß, dass ich das selbst noch nicht gut kann. Ich weiß nicht wirklich, was ich machen will. Ich habe einen neuen, unrealistischen Traumjob für den ich mich (anders als in der Grundschule) wirklich bewerben möchte. Aber das kann nicht alles sein. Bei Quoten wie in diesem Job (95% werden nicht genommen) kann man es sich einfach nicht erlauben, keinen Plan B zu haben. Und wie ich mich kenne, werde ich mir auch noch einen Plan C und D zurechtrücken. Dass ich mit Plan D vermutlich nicht so zufrieden sein werde wie ich es mit Plan A gewesen wäre, ist logisch. Doch wer weiß? Vielleicht fahre ich erst mit Plan F richtig? Niemand weiß das. Und niemand kann sowas planen. Natürlich würde ich gerne wissen, ob ich in zehn Jahren in einem guten Arbeitsverhältnis stehen werde. Aber nichtsdestotrotz glaube ich, dass ich in diesen zehn Jahren - egal, ob sie gut oder schlecht verlaufen, ich dazulernen und an mir selbst wachsen werde - wie wir alle (klingt wie ein Ratgeber, ist auch einer).

Ich könnte ewig über dieses Thema diskutieren. Wird vermutlich noch den ein oder anderen Beitrag dazu geben. Als was arbeitet ihr? Wusstet ihr das von Anfang an? Oder steht ihr - wie ich - noch vor der großen Entscheidung? Habt ihr Pläne? Was wollt ihr einmal werden? Was wolltet ihr werden, als ihr klein wart?

Kommentare:

  1. Huhu Michelle!
    Ich kann mich noch genau an das gefühl erinnern, von dem du da schreibst. Als ich vor ein paar Jahren kurz vorm Abi stand, war ich mir auch sehr unsicher, was ich denn machen soll und hatte Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Was, wenn mir der Beruf in ein paar Jahren doch nicht gefällt?
    Ich kann dir auf jeden Fall empfhelen, Praktikas zu machen. Vieles stellt man sich immer ganz anders vor und merkt dann erst, wie der Beruf eigentlich ist. Andererseits finde ich es aber auch gar nicht schlimm, sich mehrere Sachen offen zu halten oder nochmal umzuschwenken (egal ob in oder nach Ausbildung/Studium oder auch schon nach einigen Jahren in dem Job). Ich war mir zum beispiel unsicher, ob ich eher in die Marketingrichtung oder reine Grafik möchte. Daher habe ich mich erst für ein verkürztes Marketingstudium (2 Jahre) entschieden und mache jetzt egrade meinen Bachelor in Grafikdesign. Damit habe ich zwar recht lang studiert, kann aber beides miteinander verknüpfen oder mich jetzt später im Arbeitsleben auch nochmal auf einen der Bereiche spezialisieren und habe so immernoch Vielfalt, damit bin ich super glücklich.
    Was ist denn dein Traumjob, von dem du schreibst? Ich würde es einfach versuchen und drück dir ganz doll die Daumen. :) Liebste Grüße, Krissy von Tausend Bücher ♥

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    1. Huhu!
      Danke für deinen lieben Kommentar! Die Angst vor der falschen Entscheidung ... ein täglicher Begleiter in meinem Alltag! Gut zu hören, dass ich da nicht die Einzige bin! Praktikas an sich finde ich wirklich gut, allerdings habe ich da die Chance zu eher verpasst... Habe die Sommerferien natürlich für ein Praktikum überhaupt nicht in Betracht gezogen und da bleibt eigentlich nur der Herbst, wo ich grundsätlich vorhatte, mich fürs Abi zu organisieren.
      Dein Studium klingt interessant, ich tendiere momentan allerdings eher zu einer Ausbildung. Wenn ich mir überlege, dass ich nochmal viel mehr lernen müsste als aktuell, dann ... uff.
      Über den Traumjob habe ich noch vor, einen weiteren Beitrag zu schreiben ;) Es geht in Richtung Luftverkehr, das kann ich ja schonmal verraten! Und vielen lieben Dank ♥
      Liebe Grüße zurück.

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  2. Ich stand letztes Jahr genau vor dem gleichen Problem, wie du jetzt.
    Ich habe letztes Jahr Abitur gemacht, war 17 Jahre alt und hatte keinen Plan. Eine Bewerbung hatte ich an die Bibliothek geschrieben, da wurde ich abgelehnt und die Verzweiflung hat angefangen. Ich wusste gar nicht, ob ich überhaupt in einer Bibliothek arbeiten möchte, oder möchte ich doch studieren? Und was will ich eigentlich studieren? Die Frau bei der Arbeitsagentur hat mir bei diesen Fragen nicht helfen können, die wollte mir eine Ausbildung zum Tourismus-irgendwas andrehen, wovon ich zuvor niemals gesprochen habe.

    Irgendwie habe ich dann begonnen mich nur noch für Ausbildungen aus Buchhändler zu bewerben und nach einem langen und schweren Jahr, in dem ich nur gejobbt habe, habe ich endlich eine Zusage und fange zum 1.8. an :)

    Was meine Kindheitswünsche angeht: Tierärztin! Problem? Ich hatte nie ein Haustier und habe überschätzt, dass ich irgendwie Angst vor den meisten Tieren habe :D Und Erzieherin im Kindergarten. Das wäre auch immer noch ein Plan von mir gewesen, wenn das mit der Buchhandlung nichts geworden wäre. :)

    Liebst, Lara.

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    1. Liebe Lara,
      ich musste gerade herzlich darüber lachen, dass du zwar einerseits Tierärztin werden wolltest, andererseits Angst vor den Tieren hast! :D
      Ich würde Tieren auch gerne helfen, aber so in Richtung Knochen einrenken, Tiere einschläfern, etc. wäre das überhaupt nichts für mich. Zumal die Tiere ja auch kratzen, beißen und Krankheiten übertragen können!

      Das ist mega-blöd, wenn sogar die Beraterin in der Arbeitsagentur nichts drauf hat und verzweifelt versucht, einem irgendwas anzudrehen. Berufe im Tourismus-Bereich sind (nebenbei gesagt) ohnehin nahezu alle vergeben, glaube ich. Eine Bekannte ist Tourismuskauffrau und hat ewig gesucht, bis sie nach über zwei Jahren einen Job gefunden hat.

      Das freut mich total für dich, ich hoffe, dass du dann auch auf deinem Blog das ein oder andere Mal über die Ausbildung berichtest? Würde mich sehr interessieren! Erzieherin wird jetzt eine alte Freundin von mir, finde ich auch nicht schlecht, aber wenn man dann später eigene Kinder hat, dann würde mir das glaube ich irgendwann über den Kopf wachsen!
      Und Buchhändlerin... Auf jeden Fall superinteressant! Ich kann verstehen, weshalb du dich dafür entschieden hast. So ganz abgehakt habe ich diesen Wunsch auch für mich nicht... ;)

      Liebe Grüße!

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  3. Wundervoller Beitrag! Ich habe ihn nur so verschlungen und es tut gut, zu wissen, dass es allen gleich geht mit der Berufswahl... Wenn alles gut geht, habe ich in 3 Schuljahren meine Matura (Abitur) geschafft. Doch ich hab absolut keinen blassen Schimmer in welche Richtung es weiter gehn soll. Oft stell ich mir auch die Frage, wenn ein Beruf im Kopf herum schwirrt, ob ich es selbst interressant finde oder ob ich im Endeffekt nur meinen Eltern zu liebe machen würde. (Obwohl meine Eltern mich zu nicht zwingen oder überreden möchten)

    Ach wieso muss das alles auch nur so schwer fallen...
    Liebe Grüße Lisa

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    1. Danke dir, Lisa!
      Du hast ja noch ein bisschen Zeit! Stress dich damit jetzt noch nicht so rum, ich habe mir da auch viel zu viel Stress gemacht - schon vor Jahren. Und was hat es mir gebracht? Nichts. Hier bin ich, immer noch genauso planlos wie eh und jeh.
      Das kenne ich zu gut mit dem Interessantfinden! Bei mir ist es aber so, dass ich mich frage, ob ich den Beruf interessant finde, oder ihn tatsächlich ausüben möchte. Da gibt es leider einen großen Unterschied. Dass du es deinen Eltern rechtmachen willst, ist ja verständlich, aber ich glaube, solange du dich mit deinem Job finanziell über Wasser halten kannst und du nach ein paar Jahren entweder vernünftig ausgebildet bist oder studiert hast, dann sind sie bestimmt zufrieden!

      Liebe Grüße an dich zurück!
      Michelle

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  4. Ich verstehe dich sehr gut. Ich habe mich auch unglaublich gestresst gefühlt, als uns ein Jahr vor dem Abi schon gesagt wurde, dass wir uns langsam für Ausbildungsplätze bewerben sollten und erst recht, als die ersten dann schon ihre Zusage bekamen und ganz entspannt die Schule zu Ende machen konnten, weil sie schon wussten, was danach auf sie wartet. Währenddessen habe ich panisch Berufsberatungstests im Internet gemacht und bin verzweifelt, weil ich mir keinen der vorgeschlagenen Jobs auch nur annähernd vorstellen konnte.
    Tja, was soll ich sagen. Mein Abi ist mittlerweile zwei Jahre her, ich studiere Anglistik und Romanistik und weiß immer noch nicht so recht, was ich danach machen werde. Etwas mit Übersetzen wäre mein Wunsch, aber weil ich gehört habe, dass es super schwer ist, in dem Bereich eine gute Stelle zu bekommen, mache ich mir nicht zu viele Hoffnungen, dass das klappt. Stattdessen verdränge ich das Thema einfach so gut es geht, bis ich mich irgendwann dann tatsächlich irgendwo bewerben muss.
    Nach deinem Beitrag ziehe ich ernsthaft in Erwägung, das Studium abzubrechen und Clown zu werden.

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